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PNG oder JPG: Welches Format solltest du verwenden?

16. September 2026 · 2 Min. Lesezeit

Demonstration des Transparenz-Alphakanals von PNG mit vier halbtransparenten Würfeln
Demonstration des PNG-Alphakanals — CC BY-SA 3.0 / GFDL, via Wikimedia Commons.

PNG und JPG konkurrieren nicht darum, „das beste Format" zu sein — sie lösen unterschiedliche Probleme, und die falsche Wahl ist kein ästhetischer, sondern ein praktischer Fehler: Ein falsch gewähltes PNG kann zehnmal so groß sein wie nötig, und ein falsch gewähltes JPG kann Schärfe bei Text verlieren oder schlicht die Transparenz nicht bieten, die du gebraucht hättest. Die Regel, um nie wieder zu zögern, ist einfacher, als sie klingt.

Der eigentliche Unterschied, in einem Satz

JPG komprimiert „verlustbehaftet" — es verwirft Informationen, die das Auge kaum wahrnimmt, um Gewicht zu sparen, und funktioniert sehr gut bei Fotografien mit sanften Farbübergängen. PNG komprimiert „verlustfrei" — die entpackte Datei ist Pixel für Pixel identisch mit dem Original, was perfekt für Grafiken mit harten Kanten ist (Text, Icons, Logos), aber deutlich weniger effizient bei Fotografien, wo es bei visuell vergleichbarer Qualität 5- bis 10-mal so groß werden kann wie ein JPG.

Nutze JPG, wenn …

  • Es sich um eine echte Fotografie handelt — von einer Person, einer Landschaft, einem Produkt — mit vielen fließenden Farbtönen.
  • Die Dateigröße wichtiger ist als eine hundertprozentig perfekte Wiedergabetreue.
  • Du keine Transparenz brauchst — JPG unterstützt sie schlicht nicht.

Nutze PNG, wenn …

  • Du echte Transparenz brauchst — ein Logo auf verschiedenen Hintergründen, ein freigestelltes Produkt, ein Icon.
  • Es sich um einen Screenshot, eine Grafik mit Text oder gerade Linien mit hohem Kontrast handelt — dort hinterlässt JPG sichtbare Artefakte an den Kanten.
  • Exakte Treue wichtiger ist als die Dateigröße — etwa bei einer Master-Datei, die du noch weiter bearbeiten wirst.

Und falls du dir nicht sicher bist: Es gibt eine dritte Option

WebP kann beides — es unterstützt verlustbehaftete Kompression wie JPG und Transparenz wie PNG — normalerweise mit einer kleineren Endgröße als jedes der beiden Formate für sich. Wenn deine einzige Frage lautet „Was wiegt am wenigsten, ohne dass man den Unterschied sieht?", gewinnt WebP meist gegen beide. Wir behandeln das ausführlicher, zusammen mit AVIF, im vollständigen Leitfaden zu Bildformaten.

Konvertiere zwischen JPG, PNG und WebP, um die tatsächliche Dateigröße mit deinem eigenen Bild zu vergleichen: hier ausprobieren, im Browser, ohne dass irgendetwas auf einen Server hochgeladen wird.

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